Fritz Stier

CV   |   Interview mit Fritz Stier |  www.fritzstier.de

Getting Physical
STIER | ZEMKE | VOLIC
09.10.11 – 04.11.11

CV:

Fritz Stier – geb. 1951 in Mannheim; Kunststudium (Berlin u. Mannheim); Ausbildung zum Kunst- und Gestaltungstherapeuten; 1980 Gründung von „art now „, einem Kunstraum in Mannheim; Mitinitiator von „Videocongress“ (independent media artists) und Mitherausgeber von „Schauinsland“ (videoart magazine); Mitglied der Künstlergruppe „Tafelrunde“ (Düsseldorf. Zürich, Madrid): Seit 1989 Realisation und Organisation von diversen Ausstellungen und Festivals u.a. „Abenteuer unter Tage“ Mannheim, „Künstler an die Macht“ Köln, „Internationale Videotage“ Mannheim/Heidelberg, „Ladenhüter“ Viernheim u.a.

Seit 1999 Ausstellungsleiter des Kunstverein Viernheim u. seit 2006 Künstlerischer Leiter des Kunsthaus Viernheim; 2010 Mitinitiator von KING KONG Contemporary Art Project; Eigene Kunstvideoprojekte und Ausstellungen im In- und Ausland; Diverse Auszeichnungen und Preise. Lebt und arbeitet in Mannheim und Viernheim.

Interview mit Fritz Stier:

Erzähle uns etwas zur Entstehung der Arbeit „Con Torso“. Wie kam es dazu?

© Fritz Stier

© Fritz Stier

Es gibt bei mir schon immer ein Interesse an Akrobaten und Artisten. Besonders aber sind es die körperlichen und mentalen Extreme, die mich faszinieren. Daher war es nur ein kleiner Schritt mit einer Kontorsionskünstlerin zusammenzuarbeiten und mit ihren körperlichen Möglichkeiten zu experimentieren. Heraus kamen schlussendlich eine Reihe von Tapes, die die Verbiegungen und Verknotungen der Schlangenfrau im Grunde dokumentieren, aber durch eine High-Speed-Kamera ins schier Endlose zerdehnen.

Warum Videokunst? Welche Möglichkeiten bietet dir die Arbeit mit Video?

© Fritz Stier

© Fritz Stier

Viele meiner Arbeiten haben einen szenischen, inszenierten Charakter. Das gibt es zwar auch in der Malerei, aber anders als dort kann ich im Video den Faktor Zeit, der mich sehr interessiert, mit einsetzen. Deshalb setze ich innerhalb meiner Arbeiten häufig auch Zeitlupen oder szenische Loops ein. Das gibt mir die Möglichkeit, den Betrachter wie bei einer Choreografie gewissermaßen durch die Arbeit zu führen, ohne zu erzählerisch zu werden.

Welche Themen interessieren dich in deiner Arbeit? Arbeitest du auch mit anderen Ausdrucksmitteln?

Besonders in meinen Videoinstallationen zeige ich meine Protagonist/innen (Modelle) häufig in Situationen, die bei uns allen in einer Art kollektiven Gedächtnis verankert sind – etwa wenn Menschen sich in schwindender Höhe kaum noch halten können (In Between), nackt an den Füßen aufgehängt baumeln (Rotes Rauschen) oder durch den Raum schweben (Floating). Es sind quasi bewegte Bilder, die wir in erster Linie aus einer realen oder fiktionalen Medienwirklichkeit kennen. Sie konturieren sozusagen unser Weltbild. Dabei arbeite ich in der Regel nicht einfach nur dokumentarisch, sondern erweitere die Szenen durch subjektive Einflussnahmen, die oft aus einem buddhistischen Weltbild entlehnt sind.

Seit einiger Zeit arbeite ich auch mit Fotografien, die im gleichen Themenkomplex wie bei den Videoarbeiten angesiedelt sind, die ich dann unterschiedlich bearbeite und teilweise zu „Cutouts“ entwickle.

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2 Antworten zu Fritz Stier

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