Petra Lottje

CV   |   Interview mit Petra Lottje | www.lottje.de

Von Zuneigung und anderen (zwischen)menschlichen Affekten | On fondness and other affections
Results of the 1. Open Call
12.05.-22.06.12
ausgewählt von 25bs | Simone Kraft

CV:

1997–2004 Studium der Freien Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig bei Prof. F. v. Stockhausen, Prof. F. Feldmann, Prof. N. Schwontkowsky, Prof. R. Kummer || 2005 Meisterschülerstudium bei Prof. J. Armleder, HBK, Braunschweig

Einzelausstellungen (Auswahl)

2012 – Daily — Kunstverein Buchholz/Nordheide || 2011 – Auf der Spur — Director`s Lounge, Screening, Berlin (Mit C. Burz) || 2010 – Greenscreen — Märkisches Stipendium — Städtische Galerie, Iserlohn; Understatement Hyperbole — SAVVY Contemporary, Berlin (mit S. Ramaroson) || 2009 – Director`s Cut — Galerie Jarmuschek + Partner, Berlin; Episoden — Westwerk, Hamburg || 2008 – Pick Up — Kunstklub, Berlin; 2007 – Urlauf — Galerie 61, Bielefeld; Shake Well — Prima-Kunst-Container, Kiel (mit L. Busche)

Preise
Young Collection 44, zweiter Preis Kurzfilmwettbewerb, Bremen / 2011  || TempoTempo, erster Preis Kurzfilmwettbewerb, Schlachthaus, Bremen / 2010  ||  AirArtAward, Preisträgerin des internationalen Künstlernachwuchspreises der EADS, Berlin / 2001

Für weitere Informationen LINK

Interview mit Petra Lottje:

Warum arbeitest du mit Video und neuen Medien? Welche Möglichkeiten eröffnet dir diese Arbeit? Arbeitest du auch mit anderen Medien?

Während parallel Strichzeichnungen Mittel meines Ausdrucks sind, gilt mein Interesse dem Medium Video und der Dimension des gesprochenen Wortes und dessen (fataler) Macht.

Ich entnehme oft Satzfetzen und knappe Aussagen aus Filmen, wähle kurze Momente aus, um sie den Protagonisten neu in den Mund zu legen und bewirke dadurch eine mehrfache Verfremdung. Vom Unterhaltungsprogramm auf diese Weise isoliert und herausgestellt, bekommen dahingeworfene Sätze ihre wahre Bedeutung ohne jede Beeinflussung durch filmisch aufgebaute Atmosphäre. Die ausgewählten Sprachfetzen offenbaren die tatsächliche Schwere ihres Inhaltes, ihr ganzes Drama, wenn alles Ablenkende um sie herum weggelassen wird.

Der ursprüngliche Zusammenhang im Originalfilm ist mir dabei nicht wichtig, durch die Entnahme einzelner Aussagen werden Worte neu definiert und auf ihre ursprüngliche Aussage zurückgeführt. Zurück bleibt nicht nur die Reduktion auf das Maximum, sondern auch unweigerlich das Hinterfragen der emotionalen Wirkung von Spielfilmen; und nicht zuletzt auch die Frage, warum wir ein immerwährendes Interesse haben, den Gefühlsäusserungen anderer Menschen zuzuschauen.

Welche Themen beschäftigen dich in deiner Arbeit? Wie findest du deine Motive, Themen?

„Mit der Wahl der Liebe als grundlegendes Element ihrer Arbeit konzentriert sich Petra Lottje auf die Zweierbeziehung als politisches Element des Miteinanders. Lottje arbeitet seit ihrer Studienzeit in Braunschweig mit den Mechanismen des sozialen Lebens, Dramen, Sehnsüchten, und Manipulationen des Alltags. (…)“

(Text: Galerie Jarmuschek+Partner zur Ausstellung „Director`s Cut“, 2009)


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